Alessandro Bergonzoni
Alessandro Bergonzoni, geboren am 21. Juli 1958 in Bologna, Italien, ist ein vielseitiger Künstler. Er bezeichnet sich selbst als Komiker, Schauspieler, Dramatiker, Schriftsteller, Humorist, Kabarettist, bildender Künstler und Texter. Seine frühe Karriere umfasste eine Zusammenarbeit mit Claudio Calabrò, und er besuchte die Accademia Antoniana, bevor er einen juristischen Abschluss machte. Bergonzoni debütierte 1982 mit der Theateraufführung 'Scemeggiata'. Er gilt als eine führende Figur der italienischen experimentellen Komödie und des Theaters, die sich durch Surrealismus und sprachliches Spiel auszeichnet. Seine Bühnenwerke erkunden häufig surreale und paradoxe Situationen, oft unter Einbeziehung von Absurdität und Ablehnung der Realität als künstlerische Referenz. Zu den bemerkenswerten Produktionen gehören 'Madornale 33', 'Trascendi e sali' und 'Urge'. Er hat über fünfzehn Theaterstücke geschrieben und aufgeführt, wobei er selbst Regie führte und die Bühnenbilder entwarf. Nationale Anerkennung erlangte er nach seinem Auftritt in der Sendung von Maurizio Costanzo im Jahr 1985 und nahm später 1986 an 'Il bello della diretta' teil. Jenseits des Theaters erstreckt sich Bergonzonis Werk auf Literatur und bildende Kunst. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter 'Le balene restino sedute', für das er 1989 die Goldene Palme von Bordighera erhielt, und 'Aprimi cielo'. Er war auch in Filmen wie 'Pinocchio' (2002) und 'Quijote' (2006) zu sehen. Seit 2005 präsentiert er Installationen und Ausstellungen und erforscht Konzepte wie 'Crealtà.' Er trägt regelmäßig zu italienischen Zeitungen und Zeitschriften wie La Repubblica und Corriere della Sera bei und schreibt Kolumnen wie ‘il s’abato di Alessandro Bergonzoni’ und 'Aprimi Cielo'. Bergonzonis Werk behandelt oft soziale Themen, darunter Krankheit, Koma, Gefängnisleben und Frieden. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Premio della Critica (2004-2005), den Saint Vincent Award, den Gradara Ludens Award (1995) und den Premio Nazionale Cultura della Pace im Jahr 2022. Er setzt seine Arbeit fort und plant kommende Aufführungen in Veranstaltungsorten wie dem Teatro Romano in Verona (2026) und dem Teatro Duse in Bologna für die Giornata dei Risvegli (Tag der Wiedererwachen), um die Forschung zum Thema Koma zu unterstützen.