Étienne Grosclaude
Biografie
Étienne Grosclaude, geboren als Frédéric Étienne Grosclaude in Frankreich, war eine vielseitige Persönlichkeit, die als Journalist, Kolumnist und Humorist bekannt war. Er begann seine Karriere bei Le Gaulois und trug anschließend zu einer Vielzahl von Publikationen bei, darunter Figaro, Le Temps, L'Écho de Paris, La Liberté, Gil Blas, L'Illustration, L'Éclair und La Revue des deux Mondes. Grosclaude war auch als Direktor von Le Journal und La République française tätig und demonstrierte damit sein Engagement in verschiedenen Bereichen der französischen Presse. Er schrieb zunächst unter dem Pseudonym Philidor in Gil Blas und etablierte sich so in der literarischen Landschaft.
Grosclaudes komödiantisches Schaffen war umfangreich und nahm hauptsächlich die Form von Chroniken an, die in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden. Von 1886 bis 1892 gab er 'Les Gaietés de l'année' heraus, eine Sammlung, die Chroniken und Nachrichten enthielt; frühe Bände wurden von Caran d'Ache illustriert. Sein Schreibstil, der von Jules Lemaître als "universelle Respektlosigkeit", "Einfälle eines Dialektikers" und "törichte Eleganz" beschrieben wurde, umfasste ein breites Themenspektrum. Er behandelte so unterschiedliche Themen wie Louis Andrieux, den er in 'Les Gaietés de l'année' mit Vidocq und Rocambole verglich, und veröffentlichte daneben Bücher über Präsident Wilson und den Burenkrieg. Grosclaudes Humor war allgegenwärtig, selbst wenn er seine Reisen schilderte.
Wichtige Reisen prägten Grosclaudes Werk. 1896 begab er sich mit Gallieni auf eine Mission nach Madagaskar und segelte am 10. August an Bord der Yang-Tsé aus, um mehrere Monate auf der Insel zu verbringen. Anschließend reiste er in den Transvaal mit Cecil Rhodes. Sein Bericht über Madagaskar spiegelte seinen charakteristischen Humor wider, indem er sowohl sich selbst als auch das malagasische Volk einzigartig ironisierte und sich dabei auf spielerische Weise präsentierte. Grosclaude erhielt 1913 die Légion d'honneur und heiratete im selben Jahr Alice Kohn. Er verfasste im Laufe seines Lebens zahlreiche Werke, und sein Vermächtnis lebt durch Veröffentlichungen wie eine Anthologie von Paul Acker fort, die am 1. November 2015 auf Französisch erschien.
Quellen: Wikipedia (CC BY-SA), booklytalescove.com · Geprüft